Finanzierung mit 50plus, so klappt es mit der Hausfinazierung im besten Alter

Best Ager: So klappt die Finanzierung mit 50plus

„Im besten Alter bekommt man keine Kredite mehr“: Solche Aussagen sind immer wieder zu hören. Tatsächlich sorgte die strenge Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie dafür, dass Banken eine Finanzierung mit 50plus ablehnten.

Aufgrund neuer Leitlinien, die im Mai 2018 in Kraft traten, hat sich die Situation zwar deutlich verbessert, doch die Verunsicherung ist nach wie vor groß. In jedem Fall sollten Best-Ager bei einer Baufinanzierung einige Besonderheiten beachten.

Finanzierung mit 50plus

In der heutigen Zeit bleiben immer mehr Berufstätige bis ins hohe Alter mobil und wechseln im Laufe ihrer Karriere den Arbeitsplatz und den Wohnort. In den eigenen vier Wänden sesshaft zu werden, ist für sie oft erst in einem späteren Lebensabschnitt vorstellbar. Doch ist es dann auch noch möglich? „Dank einer Überarbeitung der Kreditvergaberichtlinien haben viele Best-Ager und Senioren wieder die Möglichkeit dazu“, sagt Heidi Brunke, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Weilheim. Solange gewisse Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Finanzierung 50plus kein Problem.

Wichtig ist dabei vor allem ein gesichertes Einkommen oder eine gesicherte Rente sowie ausreichende Ersparnisse, die als Eigenkapital in die Finanzierung eingebracht werden. „Es gibt zwar einige Banken, die eine Altersobergrenze für die Kreditvergabe festlegen, bei guter Bonität ist aber eine Neufinanzierung sehr häufig möglich“, erklärt Heidi Brunke weiter. „Wer bereits viel Eigenkapital angespart hat, erhält günstige Konditionen von der Bank.“

Immobilienwechsel mit 50plus

Wenn die Kinder erst einmal ausgezogen sind, wird das vorhandene Familiendomizil oft zu groß. In der zweiten Lebenshälfte macht es daher für viele Eigenheimbesitzer Sinn, ihr Haus zu verkaufen und eine kleinere Immobilie zu erwerben. Das verringert den Aufwand, die Immobilie zu pflegen, und spart laufende Kosten für Strom, Heizung oder Grundsteuer. Allerdings scheuen viele Ü50er den Aufwand eines Immobilienwechsels, haben Angst, keinen Kredit mehr zu bekommen oder machen sich Sorgen, dass sich die alte Immobilie nicht schnell genug verkaufen lässt.

Nach Heidi Brunkes Erfahrung ist die Finanzierung mit 50plus bei einem Immobilienwechsel in der Regel problemlos möglich: „Wenn die neue Immobilie bereits gefunden ist und finanziert werden muss, das alte Haus aber noch nicht verkauft ist, lässt sich die Lücke mit einer Vor- oder Zwischenfinanzierung überbrücken.“ Eine Vorfinanzierung etwa kann für bis zu 24 Monate abgeschlossen werden.

Checkliste: Finanzierung mit 50plus

Best-Ager, die den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, sollten sich in jedem Fall gründlich informieren und unabhängig beraten lassen. Mit einer kurzen Checkliste der Baufinanzierungsspezialisten von Dr. Klein können Interessenten vorab klären, ob sie die grundlegenden Voraussetzungen für eine Finanzierung mit 50plus erfüllen:

– Ist eine gute Bonität gegeben?
– Sind ein hohes Einkommen oder entsprechende Rentenzahlungen sichergestellt?
– Ist ausreichend Eigenkapital vorhanden?

Wichtig für die Finanzierung mit 50plus:

Darlehen mit hoher Tilgung und langer Zinsbindung wählen.
– Den Kredit und das eigene Einkommen richtig absichern.

Quellen: djd/Dr. Klein Privatkunden AG, Lübeck / Bild: djd/Dr. Klein Privatkunden AG/Adobe Stock/Leonid