Endlich dürfen wir wieder in den Urlaub fahren. Allerdings sollte man vorher nicht vergessen Haus oder Wohnung vorher urlaubsfit machen. Peter Schnitzler von der ERGO erklärt was wir auf keinen Fall vergessen dürfen.

Wasser und Strom abstellen

Alle 30 Sekunden kommt es in Deutschland durchschnittlich zu einem Leitungswasserschaden. Je länger Leitungswasser unentdeckt austreten kann, umso gravierender sind meist die Folgen. Peter Schnitzler rät deshalb: „Vor allem bei längeren Reisen sollten Mieter und Eigentümer den Hauptwasserhahn vorsorglich abdrehen.“ Außerdem kann es sinnvoll sein, alle nicht benötigten Elektrogeräte wie zum Beispiel Fernseher, Radiowecker oder den WLAN-Router vom Strom zu trennen. Das verhindert nicht nur mögliche Überspannungsschäden durch einen Blitzeinschlag, sondern spart zusätzlich Stromkosten.

Haus sturm- und unwetterfest machen

Sturmschaden im Urlaub
Sturmschaden ©Jan Mallander/Pixabay

Vor allem in den Sommermonaten kann es vermehrt zu Gewittern und Starkregen kommen. Daher ist es wichtig, vor der Abreise zu prüfen, ob alle Fenster und Kellerschächte verschlossen sind. Hausbewohner sollten zudem kontrollieren, ob sich einzelne Dachziegel gelockert haben oder Regenrinnen verstopft oder beschädigt sind. Schnitzler empfiehlt außerdem, im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon alle beweglichen Gartenmöbel und Gegenstände wie Gießkannen, Blumenkübel oder Sonnenschirme festzuschnallen oder sicher zu verstauen. Im Fall eines Unwetters kann so verhindert werden, dass herumfliegende Gegenstände Schäden verursachen.

Küche nicht vergessen

Lebensmittel vor der Abfahrt in den Urlaub entsorgen.
Es lebt ©Dimitris Vetsikas/Pixabay

Um bei längerer Abwesenheit Schimmel oder Insektenbefall zu verhindern, vor der Abreise alle offenen oder frischen Lebensmittel aufbrauchen oder, wenn möglich, als Proviant mitnehmen. Alle Mülleimer sollten leer sein. Ein weiterer Tipp: Spülmaschinen bei längerer Abwesenheit einen Spalt offen lassen. „So kann Restfeuchte entweichen und kein Schimmel entstehen“, erläutert Schnitzler.

Keine Chance für Einbrecher

Sind die Mieter oder Eigentümer ausgeflogen, haben Einbrecher leichtes Spiel. „Oberste Priorität sollte daher sein, das Zuhause nicht unbewohnt aussehen zu lassen“, so Schnitzler. Dabei kann beispielsweise eine automatische Zeitschaltuhr für Licht oder Rollläden helfen. „Zusätzlich Türen und Fenster fest verschließen und am besten mit einer mechanischen Sicherung wie zum Beispiel einem Querriegelschloss versehen“, rät der Versicherungsexperte. Zudem Nachbarn bitten, regelmäßig den Briefkasten zu leeren, damit er nicht überquillt. Zeitungs-Abonnements können Urlauber für ihre Reisezeit auch abbestellen oder an ihren Urlaubsort nachliefern lassen. Wer ein öffentliches Profil mit vielen Followern in sozialen Netzwerken hat, sollte außerdem Statusmeldungen oder Urlaubsbilder während der Reise vermeiden.

Im Ernstfall abgesichert

Selbst die besten Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen können manchmal nicht vor einem Schaden schützen. Umso wichtiger ist es dann, gut abgesichert zu sein. „Hat ein Leitungswasserschaden Möbel oder Teppiche zerstört, kommt hierfür die Hausratversicherung auf“, so Peter Schnitzler. „Sie springt auch bei einem Einbruch für gestohlene Gegenstände ein.“ Bei Gewitter- oder Sturmschäden am Haus zahlt die Wohngebäudeversicherung. Achtung: Schäden durch Starkregen zahlen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung nur, wenn „Elementarschäden“ beziehungsweise „Weitere Naturgefahren“ eingeschlossen sind.

Quelle: ERGO Group / Hauptbild von Thomas Wolter/Pixabay