TÜV Rheinland: Vernetzte Rauchwarnmelder erhöhen die Sicherheit

Bricht in der Wohnung ein Feuer aus, kann das verheerende Folgen haben. Deshalb sind seit 2016 Rauchwarnmelder bundesweit Pflicht. Aber nicht jedes Gerät ist gut oder arbeitet immer zuverlässig.

„Am besten greift man beim Kauf direkt zu einem 10-Jahres-Melder. Den gibt es ab etwa 15 Euro. Vorteil ist, dass die fest verbauten Batterien in der Regel hochwertiger sind und länger durchhalten“, sagt Volker Meuser, Experte für Brandschutz bei TÜV Rheinland. Er weiß, dass bei anderen Typen oft minderwertige Batterien verbaut sind, die schon nach einem guten halben Jahr leer sein können. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Alarmton manchmal zu leise ist und im Notfall schlichtweg überhört werden kann.

Vernetzte Rauchwarnmelder

Zuverlässige Rauchwarnmelder tragen mindestens das vorgeschriebene CE-Kennzeichen, auf das Verbraucher achten sollten. Für größere Wohnungen und Häuser empfiehlt Volker Meuser vernetzbare Rauchwarnmelder. „Erkennt der Sensor eines Gerätes Rauch im Keller, schlagen die anderen Melder im Haus auch Alarm. Das erhöht die Sicherheit enorm“, so der Experte. Teure Rauchwarnmelder sind zusätzlich mit einer Software ausgestattet, die Verschmutzungen kompensiert und einen Fehlalarm vermeidet, indem sie den Sensor nachreguliert. Generell gilt, dass die Funktion von Rauchwarnmeldern jedes halbe Jahr geprüft werden sollte – durch Drücken des Testknopfs.

Kohlenmonoxid-Melder sinnvoll

Für Wohnungen mit einer Gastherme, einem Gasherd oder einem offenen Kamin empfiehlt Meuser zusätzlich die Installation eines Kohlenmonoxid-Melders. „Wer in einer gut abgedichteten Wohnung eine leistungsstarke Dunstabzugshaube betreibt, während der Kamin an ist, muss unter Umständen in der Küche mit einer erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration rechnen“, sagt der Experte. Ähnliche Effekte können ein Gasherd oder eine schlecht gewartete Gastherme verursachen. Ein Kohlenmonoxid-Melder wird nicht an der Decke, sondern an der Wand in Kopfhöhe befestigt und kann Leben retten, zumal Kohlenmonoxid unsichtbar und geruchlos ist.

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Quelle: ots/TÜV Rheinland AG/news aktuell / Bild: Rico_Loeb/pixabay