Wie kann man ein Wespennest entfernen?

Wespennest entfernen, darf man das?
Wespennest ©David Hablützel/Pixabay

Der Sommer kommt und mit ihm die Wespen. Auch wenn die kleine Plagegeister in den meisten Fällen keine Gefahr darstellen ist die Angst vor Wespen weit verbreitet. Aber was kann man tun wenn man ein Wespennest im Garten oder am Haus hat? Die Experten der ARAG geben einige Antworten rund um das Thema Wespennest entfernen.

Wespennest nicht einfach entfernen

Wespen stehen unter Naturschutz. Daher ist es verboten, ein Wespennest einfach zu entfernen. Wer ein Wespennest ohne behördliche Genehmigung entfernt und dabei erwischt wird, muss laut Bußgeldkatalog je nach Bundesland und Wespenart mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro rechnen. Handelt es sich um eine besonders geschützte Art, sind sogar Bußgelder bis zu 50.000 Euro möglich.

Wespennester erst nach Genehmigung entfernen

Wespennest am Haus entfernen
Wespennest am Haus ©EM80/Pixabay

Wer die summenden Mitbewohner loswerden will, muss die Entfernung des Nestes beantragen. Und nur ein Experte kann entscheiden, ob ein Nest beseitigt werden darf. Zuständig sind meist die Naturschutzbehörden, manchmal aber auch das Landratsamt oder die Stadtverwaltung. Doch die ARAG Experten weisen darauf hin, dass es einen triftigen Grund braucht um ein Wespennest entfernen zu lassen. Dies kann ein Allergiker im Haus sein, eine besonders aggressive Wespenart wie beispielsweise die Gemeine oder die Deutsche Wespe, oder eine besonders bedrohliche Stelle, an der das Nest sitzt, wie etwa in der Nähe des Schlafzimmerfensters oder des Sandkastens im Garten.

Profi beauftragen oder Wespennest selber entfernen?

In Baumärkten gibt es giftigen Wespenschaum, allerdings raten Experten dringend davon ab, selbst Hand anzulegen. Stattdessen sollte ein Kammerjäger mit der Umsetzung oder dem Entfernen des Nestes beauftragt werden. Je nachdem, wo die Wespen ihre vier Wände errichtet haben, muss man mit Kosten von etwa 50 bis 200 Euro rechnen. Wer als Mieter die schwarz-gelben Untermieter loswerden will, kann diese Kosten unter Umständen an den Vermieter weitergeben. Dazu muss laut den ARAG Experten allerdings eine gesundheitliche Gefährdung oder Beeinträchtigung in der Wohnungsnutzung vorliegen.

Friedliches Zusammenleben

Wenn man ein Wespennest nicht entfernen darf, muss man mit den Wespen leben.
Wespe zu Besuch ©Manfred Richter/Pixabay

Wer eine Absage der Behörde erhält und das Wespennest nicht entfernen darf, muss seine Terrasse aber nicht meiden. Ein Abstand von wenigen Metern zum Ein- und Ausflugloch hilft bereits. Denn Wespen reagieren nur aggressiv, wenn man ihnen zu nahe kommt. Zudem leben Wespen nur ein Jahr in ihrem Nest. Im Winter sterben sie. Dann kann das Wespennest problemlos entfernt werden. Wichtig dabei ist laut ARAG Experten eine gründliche Reinigung des Nistplatzes. Ansonsten besteht die Gefahr, dass auch die nächste Wespengeneration hier ihr Lager aufschlägt, da Wespen sich am Geruch ihrer Artgenossen orientieren.

Weitere interessante Informationen rund um Haus und Garten finden Sie in den ARAG Rechtstipps.

Quelle: ARAG SE